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Für ein Stendal mit Zukunft – den Wandel gestalten

Die Herausforderungen Stendals

Stendal steht vor drei zentralen Herausforderungen, deren Lösung die Bürger unserer Stadt gemeinsam angehen müssen um eine positive Entwicklung unserer Heimat zu einer attraktiveren Stadt zu ermöglichen:

1. Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum

2. Abwanderung und demographische Entwicklung

3. Bildung und Fachkräftepotenzial

 

Erlauben Sie uns, Ihnen unsere Vorstellungen zur Gestaltung der Zukunft Stendals nahe zu bringen.

 

1. Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum

Stendal ist das Zentrum des nördlichen Sachsen-Anhalts. In dieser Rolle muss die Stadt erster Ansprechpartner für potenzielle Investoren in der Region sein. Investitionen schaffen Ausbildungs- und Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und Wohlstand.

Wir Liberale setzen uns ein für:

- Wirtschaftsförderung aus einer Hand – Gerade Investoren von außerhalb müssen mit klaren Strukturen und kompetenten Ansprechpartnern konfrontiert werden. Die derzeitige Kooperationsstruktur mit dem Landkreis ist verbesserungsfähig.

- Senkung der Gewerbesteuern – Die kommunale Steuer setzt Stendal in direkte Konkurrenz zu den Nachbarstädten. Ihre derzeitige Höhe trägt zur Fehlentwicklung Stendals, etwa im Vergleich zu Gardelegen und Tangermünde, bei.

- Bessere Verkehrsanbindung – Die Stendaler Liberalen bekennen sich ohne Wenn und Aber zur A 14 Nord. Unser Ziel sind zwei Ausfahrten für die Stadt Stendal und im Zuge dessen die Schließung des „Stendaler Rings“, auch zur Verkehrsentlastung der Innenstadt. Der innerstädtische Busverkehr erfüllt eine wichtige Funktion.

- Verkehrsträger Schiene – Stendal ist Bahnknotenpunkt und muss es bleiben. Die städtischen Interessen gilt es energisch zu vertreten. Entsprechend der Entwicklung am Krankenhaus und der FH in Stendal Nord ist hier ein zusätzlicher Bahnhof einzurichten. Der Bahnhofstunnel erfüllt eine wichtige innerstädtische Funktion und ist vertragsgemäß zu sanieren und zu erhalten.

- Gezielte Gewerbeflächenentwicklung – Um auch größere Investitionen weiterhin zu ermöglichen ist darauf zu achten in den Gewerbegebieten die Zerstückelung der freien Flächen zu vermeiden. Darüber hinaus sollte lärm- und geruchsintensive Wirtschaft ausschließlich an Standorten ohne Wohnbebauung angesiedelt werden.

- Entwicklung als Tourismusstandort – Die historische Schönheit und Bedeutung Stendals ist in Deutschland weitgehend unbekannt. Dies gilt es insbesondere durch Kooperation mit dem Land zu ändern.

- Förderung von Kultur und innerstädtischem Gewerbe – Stendal ist kultureller Bezugspunkt im nördlichen Sachsen-Anhalt. Die Vielfalt von Theater, Vereinen und Events sucht in der Region ihres Gleichen. Dies gilt es weiter zu entwickeln, um unsere Stadt für ihre Bürger und die zahlreichen Gäste noch attraktiver zu machen. Eine bessere gewerbliche Nutzung der historischen Gebäude, etwa der Stadttore für Cafés oder des Ratskellers, kann dazu beitragen. Hierzu gehört auch ein Nahversorger im Innenstadtbereich,

 

2. Abwanderung und demographische Entwicklung

Eine schrumpfende Stadt kann keine gesunde Stadt sein. Bevölkerungsentwicklung und Stadtentwicklung gehen Hand in Hand. Unser Ziel ist daher die Steigerung der Attraktivität und Lebensqualität Stendals. Wir Liberale setzen uns ein für:

- Bauland in günstiger Lage – Neben dem Arbeitsplatz ist das Eigenheim einer der wichtigsten Gründe, Stendal treu zu bleiben. Die Ausweisung von Bauland in Innenstadtnähe, gerade für junge Familien, hat daher eine hohe Priorität. Hier liegen entlang der Haferbreite und Richtung Uenglingen Potenziale.

- Integration von Zugezogenen – Die Bindung von Zugezogenen an ihre neue Heimatstadt Stendal ist zentral für eine bessere Bevölkerungsbilanz. Eine Begrüßungsmappe kostet nicht viel, und spendet Orientierung und Symphatie.

- Geburtsprämien – Stendal verliert jährlich 600 Einwohner, etwa 2 pro Tag. Auch ohne Fortzüge ist die Bilanz negativ. Viele Gemeinden konnten ihre Bevölkerungsentwicklung bereits durch Geburtsprämien verbessern (z.B. Bischofswerda, Meißen oder Gremersdorf (SH)). Baugeldzuschüsse, Bargeld, Kinderbetreuung oder auch Windelgutscheine sind gangbare Wege.

- Ehrenamtliche fördern – Erst die Ehrenamtlichen bringen unsere Stadt zum blühen. Ihr Engagement steigert für sie selbst und andere die Attraktivität Stendals. Mit einem Ehrenpass, der etwa Rabatt in Museen und bei kulturellen Events bietet, kann die Bürgergesellschaft ihnen danken. Darüber hinaus gilt es die Infrastruktur, die Grundlage ihrer Tätigkeit ist, etwa bei Sporthallen oder Begegnungsstätten, zu erhalten.

- Öffentliche Infrastruktur und Energiepreise – Stendal verfügt durch seine Zentrumsfunktion über vergleichsweise gut ausgebaute Infrastrukturen. Es gilt diese an die realen Bedürfnisse der Bürger anzupassen. Die Senkung von Betriebskosten hat hierbei in Zeiten der Gleichzeitigkeit von Ressourcenverknappung und Bevölkerungsrückgang Priorität. Der verstärkte Einsatz alternativer Energiequellen kann die Kosten in diesem Bereich für Bürger und Stadtverwaltung senken.

 

3. Bildung und Fachkräftepotenzial

Stendal ist der Schul- und Hochschulstandort im Norden Sachsen-Anhalts. Die quantitative und qualitative Verbesserung der Bildungsangebote hilft der Entwicklung unserer Stadt, und trägt gerade bei jungen Menschen entscheidend zur Charakterbildung bei.

Wir Liberale setzen uns ein für:

- eine starke Fachhochschule – Der FH Standort Stendal ist ein Leuchtturm und hat ein bundesweit einmaliges Profil. Der Gebäudeausbau ist zügig voran zu treiben um durch die Verbreitung der Fächerpalette noch mehr Jugendlichen ein Studium in der Altmark zu ermöglichen.

- Schule in Eigenverantwortung – Schüler, Lehrer und Eltern sind die ideologischen Debatten im Schulsystem zu Recht leid. Stattdessen müssen die Probleme zu großer Klassen, fehlender und teurer Unterrichtsmaterialien und mangelnder Praxisnähe angegangen werden. Gerade unsere Haupt- und Realschulen müssen endlich zu Praxisschulen aufgewertet werden. Hierfür ist die bessere Kooperation mit den Betrieben vor Ort notwendig. Die Liberalen setzen sich für die Auflösung der Schulbezirke und Abschaffung der Einzugsbereiche ein, um den Eltern die freie Schulwahl zu ermöglichen.

- Fachkräftemangel bekämpfen – Die gesunkenen Geburtenzahlen werden in wenigen Jahren voll auf den Arbeitsmarkt durchschlagen. Bereits jetzt fehlen Fachkräfte für manche handwerkliche Berufe. Ausbildungsabbrecherquoten von durchschnittlich 25 % sind unverantwortbar und zeugen von fehlenden Berufsvorstellungen der Auszubildenden und Ausbildungsdefiziten der Betriebe. Es liegt hier im Eigeninteresse der Betriebe JETZT zusammen mit den Schulen bei ihren zukünftigen Auszubildenden auf ein realitätsnahes Berufsbild hin zu arbeiten. Stendal muss zusammen mit dem Landkreis und der Arbeitsagentur eine Koordinationsstelle schaffen, die es kleinen Handwerkern erlaubt, sich einen Auszubildenden zu teilen, um so die hohen Anforderungen an die neue Berufsleitbilder zu erfüllen.

- Ausbau der Städtepartnerschaften – Die größtenteils eingeschlafenen Städtepartnerschaften Stendals gilt es wieder zu beleben. Gerade Jugendaustausche können einen Beitrag leisten der wachsenden Bedrohung durch politischen Extremismus Herr zu werden.


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