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 Home > Kommunalwahl 2009 > Kreistagswahl > Kreiswahlprogramm
Wahlprogramm der FDP Stendal zur Kommunalwahl am 07. Juni

Wandel gestalten – Zukunft ermöglichen

 

Die Herausforderungen der Altmark

 

Die Altmark und der Landkreis Stendal sind mit dramatischen Abwanderungszahlen konfrontiert. Perspektiv- und Arbeitslosigkeit sind die Gründe. Neben den Fortzügen tragen niedrige Geburtenzahlen zur negativen Bevölkerungsentwicklung bei. Diese Entwicklung gilt es zu stoppen. Der Lebensqualität der Bürger kommt dabei entscheidende Bedeutung zu.

Wer in seiner Heimat alles hat was er zum Leben braucht, wer sich wohl fühlt und hier seine Zukunft plant, der zieht nicht weg.

 

Die Liberalen im Landkreis Stendal wollen den Wandel in unserer Region gestalten, um mehr Menschen eine solche Zukunft vor Ort zu ermöglichen.

 

Die FDP setzt sich daher ein für:

 

Mehr Arbeit für mehr Menschen

 

Die hohe Arbeitslosigkeit ist das Grundproblem vor Ort. Mangelnde Wirtschaftskraft, eine ungenügende Unternehmensdichte und schlecht ausgebaute Infrastrukturen sind die Ursachen, die wir gemeinsam angehen müssen.

 

Investitionen und Unternehmensansiedlungen können unsere Situation Schritt für Schritt verbessern. Professionelle Wirtschaftsförderung, aus einer Hand und mit dem klaren Fokus auf Wachstumsbranchen legt hier die Grundlage.

 

Voraussetzung für Arbeitsplätze in unserer Region sind gute Rahmenbedingungen. Hier haben wir Nachholbedarf. Flächendeckendes Breitbandinternet gehört heute ebenso zur Voraussetzung von Entwicklung wie der Bau der A 14 Nord. Die Verkehrsträger Straße und Schiene sind mindestens auf heutigem Niveau zu erhalten. Dies macht Investitionen notwendig, etwa bei der Brückeninstandsetzung.

Streichungen bei der DB AG können ggf. durch private Anbieter abgefedert werden. Das Angebot im ÖPNV darf sich nicht verschlechtern. Um Lösungen hier bezahlbar zu halten gilt es vor allem alternative Anbieter, kleinere Busse und flexible Anfahrtzeiten auch für einzelne Strecken zu prüfen.

 

Lebenswerte Altmark

 

Auch auf dem Land muss die medizinische Grundversorgung bürgernah und hochwertig bleiben. Selbständige und mobile Krankenschwestern können alltägliche Dienstleistungen vor Ort erbringen und so den Kontakt des Gesundheitssystems bis in die kleinste Gemeinde garantieren.

Sport ist vorbeugender Gesundheitsschutz und erfüllt eine sozial integrative Funktion. Gezielte Sportförderung ist daher auch öffentliche Aufgabe.

 

Unsere Region muss sich auf das steigende Lebensalter der Bürger einstellen. Jedem ein langes und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen ist das Ziel. Das Wohnen im Alter muss auch im ländlichen Raum möglich sein. Die Unterstützung von Gruppen zur Selbsthilfe unter Senioren gehört für die FDP hier ebenso dazu wie Seniorenbetreuung auch auf den Dörfern.

 

Alternative Energieträger geben uns in der Altmark die Chance zur Senkung der Energiekosten. Neben der Entlastung der Haushalte ist dies auch positiv für die Wirtschaft. Umweltschonung und Effizienzsteigerung gehen dabei Hand in Hand. Der dezentralen Energieversorgung gehört die Zukunft. Auch der Landkreis kann durch eine Ausstattung der öffentlichen Gebäude mit alternativen Energiequellen viel Geld sparen. Die bessere Nutzung vorhandener Informationskanäle für die Bürger vor Ort kann einen Beitrag leisten, die Chancen zu nutzen.

 

Darüber hinaus gilt es, das Ehrenamt zu stärken. Ehrenamtliches Engagement bildet das Rückgrat unserer Zivilgesellschaft. Die Liberalen sprechen sich daher für die Verbesserung des Versicherungsschutzes für Ehrenamtliche aus, sowie für die Einführung eines Ehrenamtspasses.

 

Bildung heißt Zukunft

 

Bildung beschränkt sich nicht auf die Jüngsten, doch ist sie bei ihnen besonders wichtig. Die Altmark steht bei der Bildung vor den Mühen der Ebene. Ausnahmeregelungen für dünn besiedelte Regionen sind unerlässlich, um allen Kindern gerechte Bildungschancen vom Start weg zu ermöglichen. Die Investitionszuschüsse des Landes müssen auch für Schulen mit weniger als 60 Schülern erhalten bleiben. Die Garantie wohnortnaher Schulen und Kindergärten hat oberste Priorität. Nur die Vermeidung langer Fahrtzeiten macht den Schulalltag erträglich. Die Umstellung vom Schneckenprinzip zum Prinzip des direkten Weges, etwa mit Kleinbussen, und die Flexibilisierung der Schulanfangszeiten kann dazu einen Beitrag leisten.

Bildungsinvestitionen sind Zukunftsinvestitionen. Ausreichende  und moderne Lehrmaterialien gehören dazu genauso selbstverständlich wie ein gesundes Schulumfeld.

 

Der Ausbau der Fachhochschule und die Ansiedlung weiterer Studiengänge sind wichtig, um den Wissenschaftsstandort Stendal zu sichern.

 

Kultur ist Teil umfassender Bildung. Das Theater der Altmark ist einer der wesentlichen Träger der Hochkultur in unserer Region und als solches zu erhalten.


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